Ich war bei Mitsubishi. Und das kam so:
Es kam ein Brief, indem mir Mitsubishi freundlich anbot, eine Garantieverlängerung (Bauteileanschlussgarantie, im folgenden nur BAG genannt) zu erwerben. Für 24 oder 36 Monate, ich könnte selbst entscheiden. Nett.
Nun erinnerte ich mich aber an das Verkaufsgespräch des Mitsubishihändlers (Chef selbst) von vor gut drei Jahren. Ich handelte eben diese BAG für 24 Monate mit aus. Dies wurde auch vom Chef in den Vertrag übernommen.
Also ging ich hin. Zu meinem Mitsubishihändler. Das erste, was ich von der (wohl neuen) Azubine gefragt wurde, war, was ich denn wolle. Ich erklärte ihr den Erhalt des Schreibens, und sie winkte sofort mürrisch ab: "Da müssen sie auf Herrn ... warten!" Sie stand während des Gesprächs nicht auf, blieb schön einige Meter von mir entfernt flapsig sitzen. Nette Kundenbetreuung.
Nun kam doch noch der Herr ... vorbei. Ich legte ihm das freundliche Schreiben vor, welches ihn zu der Frage "Wollen sie 24 oder 36 Monate kaufen?" bewegte. Ich verneinte, legte den originalen Kaufvertrag vor, und er las ihn! Ein Mann im grauen Kittel, der lesen kann. Phantastisch! Nachdem er denn auch verstanden hatte, was Sache war, zerriss er mein freundliches Anschreiben mit den Worten "Na, dann brauchen sie das ja nicht." Danke, das war mein Schreiben, du Affe!
Als ich dann erklärte, ich habe aber keine Unterlagen, sagte er nur mürrisch: "Sind im Serviceheft." Ich verneinte auch dieses. Also wollte er meine Unterlagen herauskramen, aber da diese nicht da waren, grübelte er längere Zeit vor der Aktei. 'Keine Unterlagen' muss Herr ... wohl gedacht haben. Dann sagte er plötzlich: "Ich rufe mal bei Mitsubishi an, ob es wohl auf Fahrgestellnummer oder ihren Namen eine Garantie gibt!" Tolle Idee. Er tat es, jedoch erfolglos. Es wurde damals keine BAG abgeschlossen.
Er verwies mich an den Chef. Während ich so wartete, stand die junge Azubine doch noch auf. Ich vermutete den Stuhl schon mit ihrem verlängerten Rücken verwachsen. Dem war aber nicht so. Sie nahm für andere Kundschaft Papier aus dem Drucker, sah zur Uhr, stöhnte einmal laut und herzhaft und sagte: "Kacke, so lange noch!" Echt jetzt, sagte sie wirklich. Das wäre meine erste Ex-Azubine gewesen. Aber ich konnte es mir leider nicht aussuchen.
Chef kam, fragte nach dem Problem und lächelte. Gewonnen! Sehr freundlich. Er erinnerte sich sogar, dass der Colt (Innenausstattung rot) nicht auf mich, sondern Frau ... zugelassen ist. Also unter diesem Namen geschaut, und da waren alle Unterlagen! Zauberei! Aber keine BAG. Chef las sich den Vertrag durch, stutzte kurz und meinte: "Da steht ohne Berechnung! Das ist scheisse!"
Weia, verloren! Ich meinte, dass kommt auf den Standpunkt an. Er lächelte wieder. Ich erkannte, dass er das Lächeln nicht ernst meinte. Er log mich also an.
Naja, ich erhielt dann doch noch meine BAG für weitere 24 Monate kostenfrei, allerdings durfte ich diese nicht selbst unterschreiben (was dem Chef egal war, Herrn ... aber wohl nicht). Er wollte mich ärgern, mich zur Wiederkehr zwingen! Das konnte mich jedoch nicht ärgern, denn ich arbeite schräg gegenüber des Händlers. Hihihi. Ich reichte den Wisch dann am nächsten Tag rein und erhielt die Unterlagen mürrisch ausgehändigt.
Die Azubine sah ich nicht mehr, entweder hatte sie Berufsschule oder hatte die Probezeit nicht überstanden. Hoffentlich letzteres.
Und die Moral von der Geschicht? Zu diesem Haufen gehe ich nicht mehr. Ausserdem zahlt man hier für kleine Inspektionen 260€ und für die grosse 350€. Und das für eine Stunde den Mechatroniker-Azubi ums Auto laufen lassen...neee, echt nicht.