Da bin ich wieder! Diesmal mit viel Hunger mit bai. Aber zur Sache, es geht um schlesische Klösse aus gekochten Kartoffeln.
Die haben meine Grosseltern schon gemacht, die machen meine Eltern, also wollten wir uns nun auch endlich mal dran versuchen. Passen ja auch zum Sonntag mittag.
Ist ja auch eigentlich nicht schwer, diese Klösse herzustellen. Kartoffeln schälen und wie Salzkartoffeln kochen, dann mit einem Kartoffelstampfer oder einer -presse kleinmachen, abkühlen lassen bis man sie anfassen kann, kräftig (!) salzen und mit Mehl (nicht zu wenig, sonst fallen die Klösse auseinander, nicht zu viel, sonst bekommt man Gummiklösse) und einem Ei zu einem nicht klebenden Teig verarbeiten. Danach ausrollen in eine ca. 8cm dicke Wurscht, schräg jeweils 4cm breite Rauten abschneiden und in kochendem Salzwasser garziehen lassen (erkennt man daran, dass sich die Klösse an der Wasseroberfläche tummeln).
So die Theorie. Nun die Praxis, wie sie sich bei uns darstellte:
Kartoffeln wurden geschält, gekocht, gestampft und nach draussen zum abkühlen gestellt. Nun wohnen wir jedoch neben Schwiegereltern in einer Doppelhaushälfte, und unsere Terasse ist auch der Zugang zum schwiegerelterlichen Garten inkl. Stallungen für allerlei Kleintiere. So dachte sich dann auch Schwiegervatter, als er zum Stall gehen wollte, dass da ja noch Kartöffelkes für die Hühner stehen....
Naja, wir machten dann abends nochmal eine Ladung Kartoffeln und assen dann Gulasch mit Klössen (schlesisch) und Erbsen-Möhren-Gemüse (für alle norddeutschen Leser: Erbsen-Wurzel-Gemüse). Für mittags hatten wir noch leckere Hühnernudelsuppe. Aber nicht aus den Hühnern, die unsere Kartoffeln verspeisten. Die brauchen wir leider noch als Eiproduzenten.
iPod
vor 15 Jahren
