Mittwoch, 18. Februar 2009

Unverhofft kommt oft oder: Gebadet wird nur noch alle vier Wochen samstags.


Geneigte Leserschar,

wer mir aufmerksam folgt, weiß, daß es in unserer Stromabrechnung einen zu klärenden Punkt gibt: die Anzahl der verbrauchten Kilowattstunden (kWh). Diese beliefen sich ja letztjährig auf satte 15500 kWh!!! Allerdings sage ich gleich mit bai, daß wir Heißwasser und Heizung auch über Strom laufen haben.

Also nicht lange zögern, ein Energiekostenmeßgerät musste her. Für knapp 15€ eins gekauft, programmiert und den vermeintlichen Übeltäter (Gefrierschrank, ca. 20 Jahre alt) angeschlossen. Und siehe da: nix is, der verbraucht grad mal 0,08-0,1 kWh!!! Weitersuchen ist angesagt, Kühlschrank, Rechner, Fernseher, ..... --> alles im grünen Bereich! Mistpissekackesenf, woher kommen die kWh???

Heute habe ich dann mal meinen Hauselektriker angerufen, und er hatte auch direkt Zeit. Nach kurzer Inspektion meiner analogen Heizungsüberwachung stellte er fest: "Die ist kaputt, woll." Da stand das Teil doch seit Jahren schon auf Maximalladung und drehte sich nicht weiter!!! Und wir wundern uns nur, daß es teilweise recht warm im Haus war (nicht übermäßig, aber weiter runterregeln ging halt nicht).

Mein Elektrofachmann hatte zum Glück noch eine Heizungsüberwachung im Lager, allerdings keine analoge, sondern eine digitale. Analoge gibts nicht mehr. Toll. Und was kostet der Spaß, wollte ich wissen?. Nun ja, es ist schon teuer, mit 395€ plus eine Stunde Einbau und Programmierung war ich dann mal dabei....

Dafür kann ich die Regelung jetzt auch wieder auf 50% hochdrehen, bevor die Heizung überhaupt angeht. Toll, endlich kann man auch weniger Leistung auf die Anlage geben.

Mal sehen, ob sich der Verbrauch nun auch senkt...

Achso, Verbrauch, ja, da erwähnte der Fachmann, daß wir ja nun zwei Durchlauferhitzer (je 24 kWh Leistung) für Warmwasser hätten. Ich bejahte. Na, dann solle ich doch mal einen Durchschnitt von einer Stunde laufenden Warmwasser pro Tag hochrechnen aufs Jahr. Und siehe da, es sind tatsächlich über 8700 kWh. Selbst bei 30-40min am Tag Warmwasser sind wir dann noch immer mit ca. 4400-5800 kWh nur für Warmwasser dabei. Toll, was man so vergerechnet bekommen kann, woll?

Stromfresser lokalisiert, sage ich da nur....

Samstag, 7. Februar 2009

Kaminöfen und Zubehör - Teil 1

Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser!

Wir sprechen heute über Kaminöfen und Zubehör. Ja, ist wohl so. Will man einen Kaminofen, und hat man nicht das Glück einen Schornstein sein eigen zu nennen, ruft man zuerst einen Bezirksschornsteinfeger (im Folgenden nur noch BZSFM genannt) zu Rate. Dieser kommt dann zum vereinbarten Termin und schaut sich die Örtlichkeiten (nicht das Klo, Basti) um den gewünschten Aufstellort des Kaminofens (meist ein Wohn- oder Koch- oder Eßzimmer) an.

Nach dem Segen des BZSFMs kann man sich dann um einen Kaminofen sowie Zubehör (im speziellen hauptsächlich ein Abgasrohr aus Edelstahl) bemühen. Beides im Komplettpaket bekommt man im Kaminofenstudio. Hier sei im Besonderen die Kaminofenstudiokette "Flammenträume" genannt. Aber eins nach dem anderen.

Die Kaminöfen gibt es ab ca. 3kW bis unendlich heizleistungsbeinhaltend. Normal sind Kaminöfen mit einer Leistung von 3-9kW, woll. Diesen kann man sich, je nach eigenem Geschmack, in unterschiedlichen Varianten kaufen:

Als Gussofen, als Stahlofen, mit Keramik oder Naturstein oder Speckstein (teilweise asbesthaltig!) verkleidet (teil- oder vollverkleidet), mit Holzschublade, ohne Holzschublade, mit Holzfach, ohne Holzfach, mit Warmhaltefach, mit Backfach, mit Warmhalteplatte, mit Kochplatte, mit Backofen, eckig, rund, als Pelletofen, mit Zusatzanschluss für Luft zum verbrennen von Braunkohlebriketts, in den unterschiedlichsten Farben, von unterschiedlichsten Herstellern (Wamsler, Hase, Nibe, Billigprodukt), mit vollverkleidetetn oder offenliegenden Automatikscharnieren, mit Mehr- oder Einfachtürverriegelung, mit oder ohne Seitenscheiben, mit gewölbter oder gerader oder anderweitig geformter Frontscheibe, mit Brennraum für 25cm-Holz oder 35cm-Holz, mit Schamott- oder anderer Auskleidung des Brennraums, mit Heißluftscheibenspülung für immer saubere Scheiben oder ohne, mit Rauchrohrabgang nach oben oder hinten, und und und.

Tjaaa, und dann gibt es noch die Edelstahlabgasanlage, doppelwandig, aus V2A oder V4A, in den Durchmessern 130mm, 150mm, 160mm, 180mm, 200mm. Mit Konsole und Reinigungsöffnung, Rauchrohranschluss 87°, Winkelstücken in 15° oder 30° oder 45° zur umgehung von Störstellen, Halterungen starr oder teleskopartig, Sparrenhaltern, Mündungsabschluss, und und und.

Nach soviel Technik nun etwas weniger anstrengendes und unspektakuläreres: man kann diese beiden o.a. Komponenten auch getrennt voneinander kaufen! Echt jetzt.

Dafür macht man mit Edelstahlabgasanlagenbauern einfach einen Termin vor Ort aus. Die Edelstahlabgasanlagen bauer kommen dann zu einem nach Hause und betrachten die Stelle, an die sie die Edelstahlabgasanlage anbauen sollen. Alle können sie kernbohren, das heißt wohl ein dickes Loch in die Mauer machen (man möchte den kaminofen ja auch anschließen, meist ans Edelstahlabgasrohr). Dann setzen sich die Edelstahlabgasanlagenbauer einfach an den Eßzimmertisch und beginnen, eine grobe Vorabberechnung aufzustellen oder einen noch mit Infomaterial zuzuwerfen. Dann gehen sie wieder.

Im Laufe der nächsten Tage kommen dann die Angebote der Edelstahlabgasanlagenbauer ins Haus geflattert, meist per Fax, Email oder auch per Post oder Telefon.


Fortsetzung folgt!!!