Dienstag, 9. Dezember 2008

Schlesisch für Anfänger

Da bin ich wieder! Diesmal mit viel Hunger mit bai. Aber zur Sache, es geht um schlesische Klösse aus gekochten Kartoffeln.

Die haben meine Grosseltern schon gemacht, die machen meine Eltern, also wollten wir uns nun auch endlich mal dran versuchen. Passen ja auch zum Sonntag mittag.

Ist ja auch eigentlich nicht schwer, diese Klösse herzustellen. Kartoffeln schälen und wie Salzkartoffeln kochen, dann mit einem Kartoffelstampfer oder einer -presse kleinmachen, abkühlen lassen bis man sie anfassen kann, kräftig (!) salzen und mit Mehl (nicht zu wenig, sonst fallen die Klösse auseinander, nicht zu viel, sonst bekommt man Gummiklösse) und einem Ei zu einem nicht klebenden Teig verarbeiten. Danach ausrollen in eine ca. 8cm dicke Wurscht, schräg jeweils 4cm breite Rauten abschneiden und in kochendem Salzwasser garziehen lassen (erkennt man daran, dass sich die Klösse an der Wasseroberfläche tummeln).

So die Theorie. Nun die Praxis, wie sie sich bei uns darstellte:

Kartoffeln wurden geschält, gekocht, gestampft und nach draussen zum abkühlen gestellt. Nun wohnen wir jedoch neben Schwiegereltern in einer Doppelhaushälfte, und unsere Terasse ist auch der Zugang zum schwiegerelterlichen Garten inkl. Stallungen für allerlei Kleintiere. So dachte sich dann auch Schwiegervatter, als er zum Stall gehen wollte, dass da ja noch Kartöffelkes für die Hühner stehen....

Naja, wir machten dann abends nochmal eine Ladung Kartoffeln und assen dann Gulasch mit Klössen (schlesisch) und Erbsen-Möhren-Gemüse (für alle norddeutschen Leser: Erbsen-Wurzel-Gemüse). Für mittags hatten wir noch leckere Hühnernudelsuppe. Aber nicht aus den Hühnern, die unsere Kartoffeln verspeisten. Die brauchen wir leider noch als Eiproduzenten.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Schnee

Gestern hat es geschneit. Ok, heute auch, aber gestern war es extrem. Ich wollte zur Arbeit. Naja, eigentlich musste ich hin, von wollen konnte keine Rede sein. Ich fegte also meinen Colt (Innenausstattung rot, Schaltknauf Penisleder) ab, und fuhr vorsichtig los. Unsere Nebenstraße war ja schliesslich noch nicht geräumt.

Es war recht gut voranzukommen, mit ca. 50km/h nicht schlecht bei der Witterung. Die Nordtangente in Richtung Kreishaus war lediglich einspurig geräumt, auf der nicht vom Schnee befreiten Seite überholte ein Idiot. Leider fuhr er nicht vor irgendeinen Betonpfeiler. Hat er Glück gehabt. Ich betitelte ihn heimlich als blöden Spacken.

Am Kreishaus angekommen, staute sich der Verkehr auf der Heedfelder Straße in Richtung Heedfeld, und zwar bis hierher (also bis zum Kreishaus). Ich wartete auf Besserung, und als diese nicht eintrat, kehrte ich mit meinem Fahrzeug um und fuhr wieder nach Hause.

Von dort rief ich im Büro an und sagte, ich wolle es später nochmals versuchen. Später jedoch informierte ich mich erst über unsere derzeitige Auftragslage. Da keine neuen Aufträge eingetroffen waren, und die anderen bereits bearbeitet waren, blieb ich dann auch entspannt zu Hause.

Und die Moral von der Geschicht? Sommerreifen im Schnee packen nicht und hindern das arbeitswillige Volk an der Ausübung ihrer Pflicht! Jetzt wisst ihrs.

Dienstag, 2. Dezember 2008

1. Advent oder: Was tun, wenn die Lampe aus ist?

Wir waren verabredet. Wir, das sind meine Eltern, mein Bruder mit Frau und Hund sowie meine Freundin und ich. Wir wollten ein paar schöne Stunden haben mit Kaffeetrinken (15:00 Uhr, ist in Deutschland so), Abendessen und zwischendurch ein paar alte Super-8-Filme schauen.

Also frisch ans Werk, die Reitersuppe fürs Abendessen war am Vortag durch mich erstellt worden, die Muffins (drei verschiedene Sorten) durch meine Freundin ganz frisch und dampfend, und ich brauchte nur noch die cineastische Ausrüstung aus dem oberen Stockwerk holen und aufbauen.

Leinwand war einfach, Fuss umdrehen, aufklappen, hinstellen. Leinwand (rolloähnlich) ausfahren und danach im korrekten Abstand zur Wand aufstellen. Ja, das ist wichtig, da man ja noch ans Fenster kommen muss. Dann den Tisch für den Projektor ausgeklappt, arretiert und hingestellt. Stromanschluss besorgt (Dreifachsteckdose) und den Projektor angeschlossen. Projektor auf den Tisch gestellt, Wahlschalter auf "AN", und siehe da: alles dunkel. 'Mist, Leuchtmittel defekt!' dämmerte es in mir. Tatsächlich!

Ich stellte den Leuchtmitteltyp fest, ein Halogenleuchtmittel mit 12V/100W. Sah aus wie ein normales Halogenleuchtmittel, welches in vielen handelsüblichen Halogenleuchtmittelhaltegeräten verbaut sind. Also ab in den Keller, feststellen, dass man nur noch 12V/35W da hat und sich fragen: 'Watt nu? Dies Leuchtmittel ist zu dunkelscheinig!'

Die Lösung war der verkaufsoffene Sonntag. Also um 13:00 Uhr ab zu Fernseh Berlet, dort den Fachberater "Foto" mit der Suche nach dem Leuchtmittel beauftragen und eine höfliche, aber verneinende Antwort erhalten. Das ist eine zu historische Sache, führen wir seit 20 Jahren nicht mehr. Aber er fragte, ob ich denn Foto Spelsberg kennte. Ich bejahte und beschloss, mein Glück dort zu versuchen.

Tatsächlich hatte dieses alteingesessene Lüdenscheider Fotofachspezialgeschäft offen! Omma Spelsberg meinte dann auch direkt, sie habe sowas die Tage noch im Regal liegen sehen. Und ihre Tochter (auch schon über 50 Lenze jung) fand das Leuchtmittel! Klein und unscheinbar, von Osram liebevoll in eine Umverpackung aus recyclingfähigen Karton verpackt, händigte sie mir das Leuchtmittel aus. Ich gab ihr (mehr oder weniger freiwillig) die 15,95€, die sie verlangte.

Zu allem Überfluss verriet mir Omma noch, wie man die Super-8-Filme haltbarer (=weich) hält, und zwar mit einem mit Kampfer getränkten Tuch in der Aufbewahrungsbox der Filme! Toll! Ein weiterer Tipp war, die Spannung am Projektor zu reduzieren, da gerade am Wochenende die Firmen wenig Strom nutzten und sich so im örtlichen Stromnetz mehr Ströme anhäufen (bis zu 240, sagte sie). Das wäre schädlich für diese Art von Leuchtmitteln. Soso.

Nachdem mir also soviel Gutes dort widerfuhr, fragte ich keck noch nach dem Preis für die Digitalisierung eines Super-8-Films. Und siehe da, auch darauf bekam ich eine fachgerechte Antwort: ca. 1,60€ pro Minute Film. Auf einer Spule sind immer so 20-25 Minuten drauf, und bei 12 Spulen die wir besitzen....

Ich bedankte mich und entschwand, baute daheim das neue Leuchtmittel in den 34 Jahre alten Projektor, und der Nachmittag wurde wunderschön und lustig. Zudem gabs ja auch noch lecker Essen und geistige Getränke mit bai, sodass wir uns dann am späten Abend glücklich und voller Freude voneinander verabschiedeten.

Den Projektor werde ich nun wieder gut einmotten, da die Leuchtmittel hierfür ja doch recht hochpreisig sind...

Sonntag, 9. November 2008

Extrabreit

Am Freitag war es endlich soweit: Extrabreit spielt mit den Hagenern Philharmonikern in Hagen ein Konzert! Herr WMF und ich wollten uns dort treffen. Eigentlich schon vorher, auf dem Pendlerparkplatz in Lüdenscheid-Nord. 19:00 Uhr sollte es soweit sein.

Ich fuhr auch um 18:34 Uhr los, um rechtzeitig dort zu sein. Und was soll ich sagen? Herr WMF rief um 18:37 Uhr an um zu fragen, ob er richtig stehen würde und wo ich denn wohl gerade wäre! Na, unterwegs antwortete ich leicht verwirrt. Treffen war doch für 19:00 Uhr abgemacht! Ja, das wusste er wohl schon. Aber lieber zu früh vor Ort sain als zu spät, woll?

Angekommen in Lünnsche-Nord, lud ich WMF ein, mit mir im Colt (Innenausstattung rot, Schaltknauf Penisleder) zu fahren. Er nahm dankend an. War mir auch lieber, da ich nicht wusste, was sein französisches Mittelklassefahrzeug noch für eine Restwertzeit hat.

Angekommen in Hagen, stellten wir uns sogleich auf einen freien Parkplatz. Praktischerweise befand sich dieser auf dem Gelände der Stadthalle, so dass wir nicht weit laufen mussten. Dann wurde erstmal Geld (40€) gegen Karte getauscht, und es ging in die heilige Halle.

Leider wurden wir an der Kartenkontrolle nicht abgetastet, ein wenig erotische Stimmung hätte uns beiden doch extrem gut getan. Weiter im Inneren der Stadthalle hing an einer Säule ein Ohrstöpselspender. Herr WMF schaute ihn sich interessiert an. Ich erklärte ihm die Funktionsweise des Apparates, und seine Augen leuchteten auf. Ehe ich mich versah, waren seine Taschen voll mit bunten Ohrstöpseln! Darauf angesprochen kam die Aussage: "Ich liebe Dinge, die kostenfrei sind. Da kann ich ganz schwer dran vorbeigehen." Aha.

Weiter hinten im Raum konnte man seine Jacken an der Garderobe abgeben. Wir beobachteten die etwas dickliche Dame mit dem Top, die freundlich die Jacken entgegen nahm. Sie war tätowiert. Auf dem Oberarm. Man konnte aber nichts erkennen, so dass ich Herrn WMF anstichelte, mal näher ranzugehen und zu schauen. Aber auch das brachte nichts. Das Muster war bestimmt vor der Fettabsaugung gross wie das Brandenburger Tor....obwohl die Gute immer noch nicht sehr schlank wirkte.

Wir gingen in die obere Etage in Richtung Saal, und Herr WMF gab ein Getränk aus. An dieser Stelle nochmals ein besonderer Dank an den edlen Spender!

Als es auf 20:00 Uhr zuging, läutete ein Geläut, und wir begaben uns zu unseren Plätzen im Block B, Reihe 12, Plätze 22 und 23. Herr WMF stellte fest, dass auf seiner Karte doch tatsächlich sein Name steht! Ich lies ihn zu einem etwas angegrauten, schräg sitzenden älteren Herren durchrücken und nahm selbst an der Aussenseite der Stuhlreihe Platz.

Dieser etwas angegraute Herr aus dem oberen Absatz machte Herrn WMF jedoch einige Sorgen. Er bewegte sich während des Konzerts nicht, oder nur so langsam, dass man es mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmen konnte. In der Pause erzählte Herr WMF, er hätte seinen Nachbarn anstupsen wollen, weil er ihn für tot (vorübergehend) hielt. Hat er aber nicht getan.

Als erstes kamen die Philharmoniker auf die Bühne. Jedermann applaudierte eifrig. Es wurde still, und der dicke Dirigent dirigierte das erste philharmonische Stück des Abends. Andächtig wurde gelauscht.

Nach diesem Stück kam dann die Band „Extrabreit“ auf die Bühne. Mitreissendes deutsches Kulturgut aus Zeiten der Neuen Deutschen Welle sowie Stücke des allerneuesten Albums „Neues von Hiob“ wurden – ein kleiner Teil solo, grösstenteils zusammen mit dem Orchester- wundervoll interpretiert.

Aber was war das plötzlich? Um 20:40 Uhr kündigte Kai Havaii eine Pause von 20 Minuten an! In mir keimte der Verdacht, dass der zweite Teil des Konzerts ebenso kurz wird. Kai beruhigte uns diesbezüglich jedoch und meinte, das die nächste Hälfte deutlich länger geplant sei. Sein Wort in GottFants Gehörgang!

Also erstmal Pause und wieder Leute gucken. Zwei ältere Damen in der Stuhlreihe links neben uns sahen irgendwie Fehl am Platz aus. Gegen Ende des Konzerts gingen jedoch auch die Ömmakes gut mit ab. Hatten wir uns wohl verschätzt...

21:00 Uhr, das Konzert geht in die zweite Runde. Immer, wenn das Orchester alleine spielt, stehen vorne zwei langhaarige Rocker auf und gehen einen trinken. Jedem halt so wie es ihm gefällt.

Und dann wurde der Bassist von Extrabreit, Lars Larsson, zum Ehrenmitglied der Hagener Philharmoniker ernannt und spielte auf einem klassischen Bass, der so gross wie ein Hochhaus erschien, ein sehr schönes klassisches Stück mit. Viel Jubel und Applaus für ihn waren die Folge.

Und dann kam plötzlich die überraschende Wende des Abends: es wurde aufgestanden und mitgezappelt! Alle! Und plötzlich war auch Herr WMF im (kleinen) Getümmel vor mir verschwunden. Er musste wohl plötzlich was in der Hose gehabt haben, denn das Hüpfen von ihm hörte erst nach dem Konzert wieder auf. Wahrscheinlich Kakerlaken von dem Angegrauten...

Auch mich zog es nach vorne, und man konnte auch deutlich besser sehen. Die Bandmitglieder sind wohl schon über 50 und faltig! Und noch so fidel wie vor 30 Jahren! Es ging richtig gut ab. Und dann nahm ich mein Anfassgerät (iPod Touch) aus der Tasche, aktivierte die Applikation „Feuerzeug“ und schwenkte mein virtuelles Feuerzeug im Takt der Musik. Herr WMF tat selbiges mit seinem beleuchteten Handy. Warum? Fragt ihn selbst.

Nach etlichen Zugaben und dem zum zweiten Mal gespielten Titel „Flieger, grüss mir die Sonne“ traten dann Orchester und Extrabreit endgültig ab. Ich vermute, dass der Hausmeister sie nicht mehr auf die Bühne lies (Stichwort Feierabend), da uns die Jungs höchst motiviert den kompletten Abend bespasst hatten. Aber es wurde hell im Saal, und so verliesen wir die Stadthalle glücklich und vollgepumpt mit Adrenalin. Und Ohrstöpseln.

Ich denke noch mit Grauen an den mit Ohrstöpseln vollgestopften Colt (Innenausstattung rot, Schaltknauf Penisleder) zurück. Man konnte auf der Rückfahrt kaum noch was erkennen, nach jeder Kurve und jedem Bremsvorgang hingen die Dinger überall! Ich hoffe, Herr WMF treibt damit kein Schindluder. Fotografiert hat er sie schon, ich sah ein Bild.

Nachdem ich Herrn WMF auf dem Pendlerparkplatz absetzte, fuhr ich in Richtung McDonalds und kaufte -statt des vorher angekündigten Eises- noch ein Los Wochos Menü mit Cola ohne Eis und Frittten. Maxi. Jalapenos mit bai. Leckerst. So schön kann ein wundervoller Abend beendet werden.

Und Herr WMF hat massgeblich dazu beigetragen...

Montag, 3. November 2008

Gegendarstellung zum Schimmelentferner

Aufgrund vielschichtiger Beschwerden über die Preise bei unserer Tombola im Rahmen einer Rassekaninchenzuchtausstellung hier die Erklärung zum Thema "Schimmelentferner":

Wir (der Rassekaninchenzuchtverein) stellen eine Tombola zusammen. 1000 Teile sollen es werden. Stolzes Ziel. Also wird gesammelt, günstigst gekauft und Geschenke angenommen. Aber es reicht nicht, es fehlen noch so ca. 250 Teile!

Also mal überlegen.....ähmmm, da gab es doch den LIDL-Sonderverkauf am Wochenende? Klasse, mit allen möglichen Menschen unterschiedlichster Kultur durch Hammerangebote wühlen und dabei die gefundenen Angebote verteidigen. Also gut, wir gehen hin.

Und schon sind 50 Teile gefunden, Sparschäler. 3 Teile 1 Euro. Weiter durch die Meute. Noch 50 Teile, Klebebandstreifenspender von Scotch. 5 Teile 1 Euro.

Aber dann sehen wir etwas, das unsere Augen anschwellen lässt: eine ganze Bananenkiste voll mit Reiniger oder reinigerähnlichem Zeug für 5€! Also wird Saptil (Wäschereiniger für die Reise), Imprägnierspray und Schimmelentferner gekauft. 2 Kisten voll!

Und genau so eine Flasche Schimmelentferner gewann nun bei der besagten Tombola ein wackerer Bursche, dessen Vater ein recht sinnfreies Forum im Internet administriert und alle Mitglieder mit der Parole "Das Kind musste sich anstrengen sich zu freuen" oder "Das sind keine kindgerechten Gewinne" volljammert.

Deswegen hier die Gegendarstellung: Ja, er hat die Flasche gewonnen! Aber ich kann nichts dafür, dass der Vater seinem Sohn Glücksspiele erlaubt! Hackt doch auf ihm rum, nicht auf mir.

Desweiteren gewann der grosse Bruder des Schimmeljungens einen Elch aus Stoff. Dieser war jedoch stark an der Hand beschädigt und deshalb tot. Hierfür entschuldige ich mich in aller Form und Höflichkeit. Dieses Stofftier war ja noch verpackt gewesen, wie ich mich erinnere. Die tödliche Verletzung wurde leider übersehen.

Montag, 27. Oktober 2008

Halloween und die Genugtuung für mich

Gestern abend war es soweit! Unser Besuch in Form von insgesamt vier Elternteilen verlies das Haus, und die Holde fing an zu baden. Ich saß im Wohnzimmer und schaute noch bei amazon.de vorbei, als es an der Haustür läutete.

Gehetzt von meiner inneren Neugier, ging ich hinunter und öffnete. Aber wer stand da vor der Tür und säuselte: "Süsses sonst gips Saures!" aus seinem Mund? Ein mit einem Kapuzenpulli vermummtes Kind (ca. 10 Jahre alt). Und zwei Kumpels seinerseits mit bai.

Vor lauter Staunen konnte ich nur sagen: "Na, da seid ihr aber ein wenig früh dran. Halloween ist erst nächste Woche Freitag, kommt dann nochmal wieder!"

Gut, dass ich nächsten Freitag noch bei Vorbereitungen zu unserer lokalen Rassekaninchenzuchtausstellung helfen werde. Bin also gar nicht daheim. Die Kinder hab ich mal richtig verarscht. So!

Sonntag, 26. Oktober 2008

Colt (Innenausstattung rot), Teil 3 - TÜV + AU

Da nun die Inspektion erfolgreich verlief, holte ich mir am Donnerstag für den direkt darauf folgenden Freitag einen Termin für TÜV und AU bei FirstStop in Lüdenscheid. 14:30 Uhr sollte es sein.

Frohen Mutes fuhr ich hin, hatte ich doch einen Termin und sollte schnell wieder weg sein. Ein freundlicher, aber von der Natur im Aussehen etwas benachteiligter Mensch (er war vielleicht sogar Baptist) nahm meine Papiere, den Autoschlüssel sowie die Rabattkarte entgegen, die ich von einem guten Kumpel erhielt (TÜV+AU für 62,90€ statt 69,90€). Ich stellte mich auf eine Wartezeit um die 15 Minuten ein, fragte aber noch vorsichtig nach, wann das KFZ denn getüvt wäre. Ich solle mich auf mindestens eine Stunde einstellen! Was? Ich hab einen Termin für 14:30 Uhr! Er sagte nur kurz, es wären ja auch noch andere Fahrzeuge dran, und ausserdem müsse man ja auch noch AU machen. Aha, ein Sammeltermin mit zig anderen Fahrzeugen. Toll, und jetzt?

Ich stiefelte also vor lauter Langeweile zu Fuss los, und da es in der Nähe nichts gab, ausser einem Toom-Einkaufsmarkt, ging ich dort hin. Im Stehcafe trank ich einen Kaffee (sehr lecker) und ass ein Baguette mit Käse und Schinken (etwas trocken gebacken, aber ebenfalls lecker). Und beobachtete die Leute. War aber nicht so schön. Nichts, was sich zu berichten lohnt.

Also weiter durch den Laden, zwei Brezeln gekauft sowie eine Kleinigkeit für die bessere Hälfte (I-Love-Milka-Herzchen) und draussen an der vierspurigen Strasse spazieren gehen. Ich ass eine der zwei Brezeln. Auch leckerst, schön warm und frisch.

Um 15:25 Uhr sass ich wieder bei FirstStop und beobachtete, wie ein schmieriger Langhaariger mein KFZ aus der Halle fuhr und parkte. Jetzt gehts los, dachte ich. Falsch gedacht, wusste ich 25 Minuten später! Denn da kam der liebe Mann vom TÜV erst ins Büro und machte sämtlichen Papierkram fertig. Er war aber nach fünf Minuten fertig, und der Baptist rief mich zu sich.

Ich durfte zahlen, erhielt Papiere und Schlüssel zurück und er verabschhiedete mich mit den Worten: "Ist ja gut gegangen, keine Mängel. Bis zum nächsten Mal!" Aha, der Wagen ist jetzt drei, hab ich Glück gehabt nach 45000km Laufleistung....

Naja, und 90 Minuten für TÜV und AU sind ja auch mal ganz nett. Man sieht die Umgebung mit ganz anderen Augen. Später, ich war schon zuhause, stellte ich fest, dass ich meine zweite Brezel bei FirstStop liegen lies. Dort blieb sie dann auch, für 60 Cent fahre ich die 12km nicht nochmal...

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Colt (Innenausstattung rot), Teil 2 - Die Inspektion

Vor einigen Wochen war ich bei dem Inspekteur meines Vertrauens, um mir einen Termin für die vorgeschriebene intervallmässige Inspektion meines fahrbaren Untersatzes zu holen. Man vereinbarte einheitlich den 22.10.2008, mit kurzer Vorstellung des Vehikels am Tag davor zwecks Teilebestellung.

Ihr müsst wissen, mein Inspekteur ist KFZ-Meister, hat ein eigenes Geschäft und macht viel im Motorsport. Deshalb hat er grade popelige Originalteile für einen Colt (Innenausstattung rot) nicht vorrätig.

Am heutigen morgen stellte ich also den Colt (Innenausstattung rot) um 05:30 Uhr auf seinen Hof. Ein guter Arbeitskollege nahm mich dann wie abgesprochen mit zur Arbeit.

Nach der Arbeit liess ich mich dann wieder zu Holger (so heisst der freundliche Mechaniker nämlich) fahren (anderer guter Arbeitskollege), und mein Auto stand noch in der Halle! Weia, kann wohl länger dauern, dachte ich so in mich rein.

Fehlgedanke! Holger meinte, er bräuchte noch zwei Minuten für den Papierkram, dann könnte ich den Colt (Innenausstattung rot) wiederhaben. Gesagt, getan. Er ins Büro, ich hinterher. Alles unterschrieben, bezahlt und -was soll ich sagen?- zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgeführt!

Jetzt fehlt nur noch TÜV und AU, doch das kommt nächste Woche erst (sofern ich einen Termin bekomme...).

Naja, noch hat er ja TÜV. Bis Ende Oktober...

Colt (Innenausstattung rot), Teil 1 - Die Bauteileanschlussgarantie

Ich war bei Mitsubishi. Und das kam so:

Es kam ein Brief, indem mir Mitsubishi freundlich anbot, eine Garantieverlängerung (Bauteileanschlussgarantie, im folgenden nur BAG genannt) zu erwerben. Für 24 oder 36 Monate, ich könnte selbst entscheiden. Nett.

Nun erinnerte ich mich aber an das Verkaufsgespräch des Mitsubishihändlers (Chef selbst) von vor gut drei Jahren. Ich handelte eben diese BAG für 24 Monate mit aus. Dies wurde auch vom Chef in den Vertrag übernommen.

Also ging ich hin. Zu meinem Mitsubishihändler. Das erste, was ich von der (wohl neuen) Azubine gefragt wurde, war, was ich denn wolle. Ich erklärte ihr den Erhalt des Schreibens, und sie winkte sofort mürrisch ab: "Da müssen sie auf Herrn ... warten!" Sie stand während des Gesprächs nicht auf, blieb schön einige Meter von mir entfernt flapsig sitzen. Nette Kundenbetreuung.

Nun kam doch noch der Herr ... vorbei. Ich legte ihm das freundliche Schreiben vor, welches ihn zu der Frage "Wollen sie 24 oder 36 Monate kaufen?" bewegte. Ich verneinte, legte den originalen Kaufvertrag vor, und er las ihn! Ein Mann im grauen Kittel, der lesen kann. Phantastisch! Nachdem er denn auch verstanden hatte, was Sache war, zerriss er mein freundliches Anschreiben mit den Worten "Na, dann brauchen sie das ja nicht." Danke, das war mein Schreiben, du Affe!

Als ich dann erklärte, ich habe aber keine Unterlagen, sagte er nur mürrisch: "Sind im Serviceheft." Ich verneinte auch dieses. Also wollte er meine Unterlagen herauskramen, aber da diese nicht da waren, grübelte er längere Zeit vor der Aktei. 'Keine Unterlagen' muss Herr ... wohl gedacht haben. Dann sagte er plötzlich: "Ich rufe mal bei Mitsubishi an, ob es wohl auf Fahrgestellnummer oder ihren Namen eine Garantie gibt!" Tolle Idee. Er tat es, jedoch erfolglos. Es wurde damals keine BAG abgeschlossen.

Er verwies mich an den Chef. Während ich so wartete, stand die junge Azubine doch noch auf. Ich vermutete den Stuhl schon mit ihrem verlängerten Rücken verwachsen. Dem war aber nicht so. Sie nahm für andere Kundschaft Papier aus dem Drucker, sah zur Uhr, stöhnte einmal laut und herzhaft und sagte: "Kacke, so lange noch!" Echt jetzt, sagte sie wirklich. Das wäre meine erste Ex-Azubine gewesen. Aber ich konnte es mir leider nicht aussuchen.

Chef kam, fragte nach dem Problem und lächelte. Gewonnen! Sehr freundlich. Er erinnerte sich sogar, dass der Colt (Innenausstattung rot) nicht auf mich, sondern Frau ... zugelassen ist. Also unter diesem Namen geschaut, und da waren alle Unterlagen! Zauberei! Aber keine BAG. Chef las sich den Vertrag durch, stutzte kurz und meinte: "Da steht ohne Berechnung! Das ist scheisse!"

Weia, verloren! Ich meinte, dass kommt auf den Standpunkt an. Er lächelte wieder. Ich erkannte, dass er das Lächeln nicht ernst meinte. Er log mich also an.

Naja, ich erhielt dann doch noch meine BAG für weitere 24 Monate kostenfrei, allerdings durfte ich diese nicht selbst unterschreiben (was dem Chef egal war, Herrn ... aber wohl nicht). Er wollte mich ärgern, mich zur Wiederkehr zwingen! Das konnte mich jedoch nicht ärgern, denn ich arbeite schräg gegenüber des Händlers. Hihihi. Ich reichte den Wisch dann am nächsten Tag rein und erhielt die Unterlagen mürrisch ausgehändigt.

Die Azubine sah ich nicht mehr, entweder hatte sie Berufsschule oder hatte die Probezeit nicht überstanden. Hoffentlich letzteres.

Und die Moral von der Geschicht? Zu diesem Haufen gehe ich nicht mehr. Ausserdem zahlt man hier für kleine Inspektionen 260€ und für die grosse 350€. Und das für eine Stunde den Mechatroniker-Azubi ums Auto laufen lassen...neee, echt nicht.

Keine Zeit

Da sich aufgrund mangelnder Einträge in diesem schönen Blogg immer mehr Leser fragen, was denn nun damit sei, hier die Antwort:

Mir fehlt einfach die Zeit! Entschuldigung....

Sonntag, 12. Oktober 2008

Verkaufsoffener Sonntag

Wir waren heute in der grossen Stadt. Es war verkaufsoffen. Warum auch immer. Wir fuhren zum Parkplatz der Kinderklinik, wo es noch genügend freie Parkboxen gab. Wir nutzten zwei Fahrzeuge, da unsere Freunde von der grossen Stadt aus direkt nach Hause in die noch grössere Stadt im Ruhrgebiet wollten. Man nennt diese Stadt angeblich das "Tor zum Sauerland".

Angefüllt mit Menschen wie an zwei Samstagen zusammen, liessen wir uns also durch das Einkaufszentrum treiben. Ein paar mal wurden wir durch Geschäfte gedrängelt, in die wir gar nicht wollten. Aber man muss mit dem Strom schwimmen.

Dann wurden wir in das Ladengeschäft von Depot getrieben. Eigentlich ein reiner Frauenladen. Eigentlich. Also, wo wir schonmal drin waren, schauten wir uns auch um. Und siehe da, es ist zwar ein Frauenladen, aber es gibt tatsächlich eine winzig kleine Männerecke!

Keine, in der man sitzen oder Kaffee (draussen nur Kännchen) trinken kann. Nein, viel subtiler aufgebaut! Man kommt also in den Laden, geht rechts durch verschiedene Dekowaren und sieht sich nach 1/3 der Strecke plötzlich vor einem Regalfach stehen, in dem sich SEITENSCHNEIDER (6,99€) befinden!

Das nenne ich mal psychische Aufbauhilfe für das männliche Geschlecht! Dank an die Geschäftsleitung dieser Ladenkette, weiter so!