Dienstag, 31. März 2009

Hartgereimtes

Hiermit möchte ich auf ein wunderschönes Klappgedicht vom netten Thomas hinweisen. Um es zu mögen, muss man wissen, daß es ein Klappgedicht ist.

Man findet es hier:




Viel Spaß!!!

Freitag, 27. März 2009

Chef-Trainer Fred Rutten mit sofortiger Wirkung beurlaubt

Hier nun eine absolute Neuigkeit des bloggens: die zitierende Berichterstattung!!!

Zitat vom 26.03.2009 von der Website www.schalke04.de:


Fred Rutten ist nicht mehr Chef-Trainer des FC Schalke 04. Die Königsblauen haben ihren Coach am heutigen Donnerstag (26.3.) mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

Josef Schnusenberg, Vorstands-Vorsitzender des FC Schalke 04, teilte dem 46-Jährigen diesen Beschluss in einem „sehr sachlichen und teilweise auch emotionalen Gespräch“ am späten Nachmittag mit. Der verbliebene Trainerstab mit Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck wird vorübergehend das Training leiten.

Fred Rutten hatte sein Amt auf Schalke am 1. Juli 2008 angetreten. In der laufenden Saison haben die Knappen allerdings mit dem Ausschieden in der Qualifikationen zur Champions League, dem Aus als Tabellenletzter der Gruppenphase des UEFA-Cups und dem Ausscheiden im Viertelfinale des DFB-Pokals bislang alle gesteckten sportlichen Ziele verfehlt. In der Bundesliga rangiert das Team derzeit lediglich auf Platz acht.

Ja, das wars auch schon!!!


Mittwoch, 18. Februar 2009

Unverhofft kommt oft oder: Gebadet wird nur noch alle vier Wochen samstags.


Geneigte Leserschar,

wer mir aufmerksam folgt, weiß, daß es in unserer Stromabrechnung einen zu klärenden Punkt gibt: die Anzahl der verbrauchten Kilowattstunden (kWh). Diese beliefen sich ja letztjährig auf satte 15500 kWh!!! Allerdings sage ich gleich mit bai, daß wir Heißwasser und Heizung auch über Strom laufen haben.

Also nicht lange zögern, ein Energiekostenmeßgerät musste her. Für knapp 15€ eins gekauft, programmiert und den vermeintlichen Übeltäter (Gefrierschrank, ca. 20 Jahre alt) angeschlossen. Und siehe da: nix is, der verbraucht grad mal 0,08-0,1 kWh!!! Weitersuchen ist angesagt, Kühlschrank, Rechner, Fernseher, ..... --> alles im grünen Bereich! Mistpissekackesenf, woher kommen die kWh???

Heute habe ich dann mal meinen Hauselektriker angerufen, und er hatte auch direkt Zeit. Nach kurzer Inspektion meiner analogen Heizungsüberwachung stellte er fest: "Die ist kaputt, woll." Da stand das Teil doch seit Jahren schon auf Maximalladung und drehte sich nicht weiter!!! Und wir wundern uns nur, daß es teilweise recht warm im Haus war (nicht übermäßig, aber weiter runterregeln ging halt nicht).

Mein Elektrofachmann hatte zum Glück noch eine Heizungsüberwachung im Lager, allerdings keine analoge, sondern eine digitale. Analoge gibts nicht mehr. Toll. Und was kostet der Spaß, wollte ich wissen?. Nun ja, es ist schon teuer, mit 395€ plus eine Stunde Einbau und Programmierung war ich dann mal dabei....

Dafür kann ich die Regelung jetzt auch wieder auf 50% hochdrehen, bevor die Heizung überhaupt angeht. Toll, endlich kann man auch weniger Leistung auf die Anlage geben.

Mal sehen, ob sich der Verbrauch nun auch senkt...

Achso, Verbrauch, ja, da erwähnte der Fachmann, daß wir ja nun zwei Durchlauferhitzer (je 24 kWh Leistung) für Warmwasser hätten. Ich bejahte. Na, dann solle ich doch mal einen Durchschnitt von einer Stunde laufenden Warmwasser pro Tag hochrechnen aufs Jahr. Und siehe da, es sind tatsächlich über 8700 kWh. Selbst bei 30-40min am Tag Warmwasser sind wir dann noch immer mit ca. 4400-5800 kWh nur für Warmwasser dabei. Toll, was man so vergerechnet bekommen kann, woll?

Stromfresser lokalisiert, sage ich da nur....

Samstag, 7. Februar 2009

Kaminöfen und Zubehör - Teil 1

Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser!

Wir sprechen heute über Kaminöfen und Zubehör. Ja, ist wohl so. Will man einen Kaminofen, und hat man nicht das Glück einen Schornstein sein eigen zu nennen, ruft man zuerst einen Bezirksschornsteinfeger (im Folgenden nur noch BZSFM genannt) zu Rate. Dieser kommt dann zum vereinbarten Termin und schaut sich die Örtlichkeiten (nicht das Klo, Basti) um den gewünschten Aufstellort des Kaminofens (meist ein Wohn- oder Koch- oder Eßzimmer) an.

Nach dem Segen des BZSFMs kann man sich dann um einen Kaminofen sowie Zubehör (im speziellen hauptsächlich ein Abgasrohr aus Edelstahl) bemühen. Beides im Komplettpaket bekommt man im Kaminofenstudio. Hier sei im Besonderen die Kaminofenstudiokette "Flammenträume" genannt. Aber eins nach dem anderen.

Die Kaminöfen gibt es ab ca. 3kW bis unendlich heizleistungsbeinhaltend. Normal sind Kaminöfen mit einer Leistung von 3-9kW, woll. Diesen kann man sich, je nach eigenem Geschmack, in unterschiedlichen Varianten kaufen:

Als Gussofen, als Stahlofen, mit Keramik oder Naturstein oder Speckstein (teilweise asbesthaltig!) verkleidet (teil- oder vollverkleidet), mit Holzschublade, ohne Holzschublade, mit Holzfach, ohne Holzfach, mit Warmhaltefach, mit Backfach, mit Warmhalteplatte, mit Kochplatte, mit Backofen, eckig, rund, als Pelletofen, mit Zusatzanschluss für Luft zum verbrennen von Braunkohlebriketts, in den unterschiedlichsten Farben, von unterschiedlichsten Herstellern (Wamsler, Hase, Nibe, Billigprodukt), mit vollverkleidetetn oder offenliegenden Automatikscharnieren, mit Mehr- oder Einfachtürverriegelung, mit oder ohne Seitenscheiben, mit gewölbter oder gerader oder anderweitig geformter Frontscheibe, mit Brennraum für 25cm-Holz oder 35cm-Holz, mit Schamott- oder anderer Auskleidung des Brennraums, mit Heißluftscheibenspülung für immer saubere Scheiben oder ohne, mit Rauchrohrabgang nach oben oder hinten, und und und.

Tjaaa, und dann gibt es noch die Edelstahlabgasanlage, doppelwandig, aus V2A oder V4A, in den Durchmessern 130mm, 150mm, 160mm, 180mm, 200mm. Mit Konsole und Reinigungsöffnung, Rauchrohranschluss 87°, Winkelstücken in 15° oder 30° oder 45° zur umgehung von Störstellen, Halterungen starr oder teleskopartig, Sparrenhaltern, Mündungsabschluss, und und und.

Nach soviel Technik nun etwas weniger anstrengendes und unspektakuläreres: man kann diese beiden o.a. Komponenten auch getrennt voneinander kaufen! Echt jetzt.

Dafür macht man mit Edelstahlabgasanlagenbauern einfach einen Termin vor Ort aus. Die Edelstahlabgasanlagen bauer kommen dann zu einem nach Hause und betrachten die Stelle, an die sie die Edelstahlabgasanlage anbauen sollen. Alle können sie kernbohren, das heißt wohl ein dickes Loch in die Mauer machen (man möchte den kaminofen ja auch anschließen, meist ans Edelstahlabgasrohr). Dann setzen sich die Edelstahlabgasanlagenbauer einfach an den Eßzimmertisch und beginnen, eine grobe Vorabberechnung aufzustellen oder einen noch mit Infomaterial zuzuwerfen. Dann gehen sie wieder.

Im Laufe der nächsten Tage kommen dann die Angebote der Edelstahlabgasanlagenbauer ins Haus geflattert, meist per Fax, Email oder auch per Post oder Telefon.


Fortsetzung folgt!!!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Schlesisch für Anfänger

Da bin ich wieder! Diesmal mit viel Hunger mit bai. Aber zur Sache, es geht um schlesische Klösse aus gekochten Kartoffeln.

Die haben meine Grosseltern schon gemacht, die machen meine Eltern, also wollten wir uns nun auch endlich mal dran versuchen. Passen ja auch zum Sonntag mittag.

Ist ja auch eigentlich nicht schwer, diese Klösse herzustellen. Kartoffeln schälen und wie Salzkartoffeln kochen, dann mit einem Kartoffelstampfer oder einer -presse kleinmachen, abkühlen lassen bis man sie anfassen kann, kräftig (!) salzen und mit Mehl (nicht zu wenig, sonst fallen die Klösse auseinander, nicht zu viel, sonst bekommt man Gummiklösse) und einem Ei zu einem nicht klebenden Teig verarbeiten. Danach ausrollen in eine ca. 8cm dicke Wurscht, schräg jeweils 4cm breite Rauten abschneiden und in kochendem Salzwasser garziehen lassen (erkennt man daran, dass sich die Klösse an der Wasseroberfläche tummeln).

So die Theorie. Nun die Praxis, wie sie sich bei uns darstellte:

Kartoffeln wurden geschält, gekocht, gestampft und nach draussen zum abkühlen gestellt. Nun wohnen wir jedoch neben Schwiegereltern in einer Doppelhaushälfte, und unsere Terasse ist auch der Zugang zum schwiegerelterlichen Garten inkl. Stallungen für allerlei Kleintiere. So dachte sich dann auch Schwiegervatter, als er zum Stall gehen wollte, dass da ja noch Kartöffelkes für die Hühner stehen....

Naja, wir machten dann abends nochmal eine Ladung Kartoffeln und assen dann Gulasch mit Klössen (schlesisch) und Erbsen-Möhren-Gemüse (für alle norddeutschen Leser: Erbsen-Wurzel-Gemüse). Für mittags hatten wir noch leckere Hühnernudelsuppe. Aber nicht aus den Hühnern, die unsere Kartoffeln verspeisten. Die brauchen wir leider noch als Eiproduzenten.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Schnee

Gestern hat es geschneit. Ok, heute auch, aber gestern war es extrem. Ich wollte zur Arbeit. Naja, eigentlich musste ich hin, von wollen konnte keine Rede sein. Ich fegte also meinen Colt (Innenausstattung rot, Schaltknauf Penisleder) ab, und fuhr vorsichtig los. Unsere Nebenstraße war ja schliesslich noch nicht geräumt.

Es war recht gut voranzukommen, mit ca. 50km/h nicht schlecht bei der Witterung. Die Nordtangente in Richtung Kreishaus war lediglich einspurig geräumt, auf der nicht vom Schnee befreiten Seite überholte ein Idiot. Leider fuhr er nicht vor irgendeinen Betonpfeiler. Hat er Glück gehabt. Ich betitelte ihn heimlich als blöden Spacken.

Am Kreishaus angekommen, staute sich der Verkehr auf der Heedfelder Straße in Richtung Heedfeld, und zwar bis hierher (also bis zum Kreishaus). Ich wartete auf Besserung, und als diese nicht eintrat, kehrte ich mit meinem Fahrzeug um und fuhr wieder nach Hause.

Von dort rief ich im Büro an und sagte, ich wolle es später nochmals versuchen. Später jedoch informierte ich mich erst über unsere derzeitige Auftragslage. Da keine neuen Aufträge eingetroffen waren, und die anderen bereits bearbeitet waren, blieb ich dann auch entspannt zu Hause.

Und die Moral von der Geschicht? Sommerreifen im Schnee packen nicht und hindern das arbeitswillige Volk an der Ausübung ihrer Pflicht! Jetzt wisst ihrs.

Dienstag, 2. Dezember 2008

1. Advent oder: Was tun, wenn die Lampe aus ist?

Wir waren verabredet. Wir, das sind meine Eltern, mein Bruder mit Frau und Hund sowie meine Freundin und ich. Wir wollten ein paar schöne Stunden haben mit Kaffeetrinken (15:00 Uhr, ist in Deutschland so), Abendessen und zwischendurch ein paar alte Super-8-Filme schauen.

Also frisch ans Werk, die Reitersuppe fürs Abendessen war am Vortag durch mich erstellt worden, die Muffins (drei verschiedene Sorten) durch meine Freundin ganz frisch und dampfend, und ich brauchte nur noch die cineastische Ausrüstung aus dem oberen Stockwerk holen und aufbauen.

Leinwand war einfach, Fuss umdrehen, aufklappen, hinstellen. Leinwand (rolloähnlich) ausfahren und danach im korrekten Abstand zur Wand aufstellen. Ja, das ist wichtig, da man ja noch ans Fenster kommen muss. Dann den Tisch für den Projektor ausgeklappt, arretiert und hingestellt. Stromanschluss besorgt (Dreifachsteckdose) und den Projektor angeschlossen. Projektor auf den Tisch gestellt, Wahlschalter auf "AN", und siehe da: alles dunkel. 'Mist, Leuchtmittel defekt!' dämmerte es in mir. Tatsächlich!

Ich stellte den Leuchtmitteltyp fest, ein Halogenleuchtmittel mit 12V/100W. Sah aus wie ein normales Halogenleuchtmittel, welches in vielen handelsüblichen Halogenleuchtmittelhaltegeräten verbaut sind. Also ab in den Keller, feststellen, dass man nur noch 12V/35W da hat und sich fragen: 'Watt nu? Dies Leuchtmittel ist zu dunkelscheinig!'

Die Lösung war der verkaufsoffene Sonntag. Also um 13:00 Uhr ab zu Fernseh Berlet, dort den Fachberater "Foto" mit der Suche nach dem Leuchtmittel beauftragen und eine höfliche, aber verneinende Antwort erhalten. Das ist eine zu historische Sache, führen wir seit 20 Jahren nicht mehr. Aber er fragte, ob ich denn Foto Spelsberg kennte. Ich bejahte und beschloss, mein Glück dort zu versuchen.

Tatsächlich hatte dieses alteingesessene Lüdenscheider Fotofachspezialgeschäft offen! Omma Spelsberg meinte dann auch direkt, sie habe sowas die Tage noch im Regal liegen sehen. Und ihre Tochter (auch schon über 50 Lenze jung) fand das Leuchtmittel! Klein und unscheinbar, von Osram liebevoll in eine Umverpackung aus recyclingfähigen Karton verpackt, händigte sie mir das Leuchtmittel aus. Ich gab ihr (mehr oder weniger freiwillig) die 15,95€, die sie verlangte.

Zu allem Überfluss verriet mir Omma noch, wie man die Super-8-Filme haltbarer (=weich) hält, und zwar mit einem mit Kampfer getränkten Tuch in der Aufbewahrungsbox der Filme! Toll! Ein weiterer Tipp war, die Spannung am Projektor zu reduzieren, da gerade am Wochenende die Firmen wenig Strom nutzten und sich so im örtlichen Stromnetz mehr Ströme anhäufen (bis zu 240, sagte sie). Das wäre schädlich für diese Art von Leuchtmitteln. Soso.

Nachdem mir also soviel Gutes dort widerfuhr, fragte ich keck noch nach dem Preis für die Digitalisierung eines Super-8-Films. Und siehe da, auch darauf bekam ich eine fachgerechte Antwort: ca. 1,60€ pro Minute Film. Auf einer Spule sind immer so 20-25 Minuten drauf, und bei 12 Spulen die wir besitzen....

Ich bedankte mich und entschwand, baute daheim das neue Leuchtmittel in den 34 Jahre alten Projektor, und der Nachmittag wurde wunderschön und lustig. Zudem gabs ja auch noch lecker Essen und geistige Getränke mit bai, sodass wir uns dann am späten Abend glücklich und voller Freude voneinander verabschiedeten.

Den Projektor werde ich nun wieder gut einmotten, da die Leuchtmittel hierfür ja doch recht hochpreisig sind...

Sonntag, 9. November 2008

Extrabreit

Am Freitag war es endlich soweit: Extrabreit spielt mit den Hagenern Philharmonikern in Hagen ein Konzert! Herr WMF und ich wollten uns dort treffen. Eigentlich schon vorher, auf dem Pendlerparkplatz in Lüdenscheid-Nord. 19:00 Uhr sollte es soweit sein.

Ich fuhr auch um 18:34 Uhr los, um rechtzeitig dort zu sein. Und was soll ich sagen? Herr WMF rief um 18:37 Uhr an um zu fragen, ob er richtig stehen würde und wo ich denn wohl gerade wäre! Na, unterwegs antwortete ich leicht verwirrt. Treffen war doch für 19:00 Uhr abgemacht! Ja, das wusste er wohl schon. Aber lieber zu früh vor Ort sain als zu spät, woll?

Angekommen in Lünnsche-Nord, lud ich WMF ein, mit mir im Colt (Innenausstattung rot, Schaltknauf Penisleder) zu fahren. Er nahm dankend an. War mir auch lieber, da ich nicht wusste, was sein französisches Mittelklassefahrzeug noch für eine Restwertzeit hat.

Angekommen in Hagen, stellten wir uns sogleich auf einen freien Parkplatz. Praktischerweise befand sich dieser auf dem Gelände der Stadthalle, so dass wir nicht weit laufen mussten. Dann wurde erstmal Geld (40€) gegen Karte getauscht, und es ging in die heilige Halle.

Leider wurden wir an der Kartenkontrolle nicht abgetastet, ein wenig erotische Stimmung hätte uns beiden doch extrem gut getan. Weiter im Inneren der Stadthalle hing an einer Säule ein Ohrstöpselspender. Herr WMF schaute ihn sich interessiert an. Ich erklärte ihm die Funktionsweise des Apparates, und seine Augen leuchteten auf. Ehe ich mich versah, waren seine Taschen voll mit bunten Ohrstöpseln! Darauf angesprochen kam die Aussage: "Ich liebe Dinge, die kostenfrei sind. Da kann ich ganz schwer dran vorbeigehen." Aha.

Weiter hinten im Raum konnte man seine Jacken an der Garderobe abgeben. Wir beobachteten die etwas dickliche Dame mit dem Top, die freundlich die Jacken entgegen nahm. Sie war tätowiert. Auf dem Oberarm. Man konnte aber nichts erkennen, so dass ich Herrn WMF anstichelte, mal näher ranzugehen und zu schauen. Aber auch das brachte nichts. Das Muster war bestimmt vor der Fettabsaugung gross wie das Brandenburger Tor....obwohl die Gute immer noch nicht sehr schlank wirkte.

Wir gingen in die obere Etage in Richtung Saal, und Herr WMF gab ein Getränk aus. An dieser Stelle nochmals ein besonderer Dank an den edlen Spender!

Als es auf 20:00 Uhr zuging, läutete ein Geläut, und wir begaben uns zu unseren Plätzen im Block B, Reihe 12, Plätze 22 und 23. Herr WMF stellte fest, dass auf seiner Karte doch tatsächlich sein Name steht! Ich lies ihn zu einem etwas angegrauten, schräg sitzenden älteren Herren durchrücken und nahm selbst an der Aussenseite der Stuhlreihe Platz.

Dieser etwas angegraute Herr aus dem oberen Absatz machte Herrn WMF jedoch einige Sorgen. Er bewegte sich während des Konzerts nicht, oder nur so langsam, dass man es mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmen konnte. In der Pause erzählte Herr WMF, er hätte seinen Nachbarn anstupsen wollen, weil er ihn für tot (vorübergehend) hielt. Hat er aber nicht getan.

Als erstes kamen die Philharmoniker auf die Bühne. Jedermann applaudierte eifrig. Es wurde still, und der dicke Dirigent dirigierte das erste philharmonische Stück des Abends. Andächtig wurde gelauscht.

Nach diesem Stück kam dann die Band „Extrabreit“ auf die Bühne. Mitreissendes deutsches Kulturgut aus Zeiten der Neuen Deutschen Welle sowie Stücke des allerneuesten Albums „Neues von Hiob“ wurden – ein kleiner Teil solo, grösstenteils zusammen mit dem Orchester- wundervoll interpretiert.

Aber was war das plötzlich? Um 20:40 Uhr kündigte Kai Havaii eine Pause von 20 Minuten an! In mir keimte der Verdacht, dass der zweite Teil des Konzerts ebenso kurz wird. Kai beruhigte uns diesbezüglich jedoch und meinte, das die nächste Hälfte deutlich länger geplant sei. Sein Wort in GottFants Gehörgang!

Also erstmal Pause und wieder Leute gucken. Zwei ältere Damen in der Stuhlreihe links neben uns sahen irgendwie Fehl am Platz aus. Gegen Ende des Konzerts gingen jedoch auch die Ömmakes gut mit ab. Hatten wir uns wohl verschätzt...

21:00 Uhr, das Konzert geht in die zweite Runde. Immer, wenn das Orchester alleine spielt, stehen vorne zwei langhaarige Rocker auf und gehen einen trinken. Jedem halt so wie es ihm gefällt.

Und dann wurde der Bassist von Extrabreit, Lars Larsson, zum Ehrenmitglied der Hagener Philharmoniker ernannt und spielte auf einem klassischen Bass, der so gross wie ein Hochhaus erschien, ein sehr schönes klassisches Stück mit. Viel Jubel und Applaus für ihn waren die Folge.

Und dann kam plötzlich die überraschende Wende des Abends: es wurde aufgestanden und mitgezappelt! Alle! Und plötzlich war auch Herr WMF im (kleinen) Getümmel vor mir verschwunden. Er musste wohl plötzlich was in der Hose gehabt haben, denn das Hüpfen von ihm hörte erst nach dem Konzert wieder auf. Wahrscheinlich Kakerlaken von dem Angegrauten...

Auch mich zog es nach vorne, und man konnte auch deutlich besser sehen. Die Bandmitglieder sind wohl schon über 50 und faltig! Und noch so fidel wie vor 30 Jahren! Es ging richtig gut ab. Und dann nahm ich mein Anfassgerät (iPod Touch) aus der Tasche, aktivierte die Applikation „Feuerzeug“ und schwenkte mein virtuelles Feuerzeug im Takt der Musik. Herr WMF tat selbiges mit seinem beleuchteten Handy. Warum? Fragt ihn selbst.

Nach etlichen Zugaben und dem zum zweiten Mal gespielten Titel „Flieger, grüss mir die Sonne“ traten dann Orchester und Extrabreit endgültig ab. Ich vermute, dass der Hausmeister sie nicht mehr auf die Bühne lies (Stichwort Feierabend), da uns die Jungs höchst motiviert den kompletten Abend bespasst hatten. Aber es wurde hell im Saal, und so verliesen wir die Stadthalle glücklich und vollgepumpt mit Adrenalin. Und Ohrstöpseln.

Ich denke noch mit Grauen an den mit Ohrstöpseln vollgestopften Colt (Innenausstattung rot, Schaltknauf Penisleder) zurück. Man konnte auf der Rückfahrt kaum noch was erkennen, nach jeder Kurve und jedem Bremsvorgang hingen die Dinger überall! Ich hoffe, Herr WMF treibt damit kein Schindluder. Fotografiert hat er sie schon, ich sah ein Bild.

Nachdem ich Herrn WMF auf dem Pendlerparkplatz absetzte, fuhr ich in Richtung McDonalds und kaufte -statt des vorher angekündigten Eises- noch ein Los Wochos Menü mit Cola ohne Eis und Frittten. Maxi. Jalapenos mit bai. Leckerst. So schön kann ein wundervoller Abend beendet werden.

Und Herr WMF hat massgeblich dazu beigetragen...

Montag, 3. November 2008

Gegendarstellung zum Schimmelentferner

Aufgrund vielschichtiger Beschwerden über die Preise bei unserer Tombola im Rahmen einer Rassekaninchenzuchtausstellung hier die Erklärung zum Thema "Schimmelentferner":

Wir (der Rassekaninchenzuchtverein) stellen eine Tombola zusammen. 1000 Teile sollen es werden. Stolzes Ziel. Also wird gesammelt, günstigst gekauft und Geschenke angenommen. Aber es reicht nicht, es fehlen noch so ca. 250 Teile!

Also mal überlegen.....ähmmm, da gab es doch den LIDL-Sonderverkauf am Wochenende? Klasse, mit allen möglichen Menschen unterschiedlichster Kultur durch Hammerangebote wühlen und dabei die gefundenen Angebote verteidigen. Also gut, wir gehen hin.

Und schon sind 50 Teile gefunden, Sparschäler. 3 Teile 1 Euro. Weiter durch die Meute. Noch 50 Teile, Klebebandstreifenspender von Scotch. 5 Teile 1 Euro.

Aber dann sehen wir etwas, das unsere Augen anschwellen lässt: eine ganze Bananenkiste voll mit Reiniger oder reinigerähnlichem Zeug für 5€! Also wird Saptil (Wäschereiniger für die Reise), Imprägnierspray und Schimmelentferner gekauft. 2 Kisten voll!

Und genau so eine Flasche Schimmelentferner gewann nun bei der besagten Tombola ein wackerer Bursche, dessen Vater ein recht sinnfreies Forum im Internet administriert und alle Mitglieder mit der Parole "Das Kind musste sich anstrengen sich zu freuen" oder "Das sind keine kindgerechten Gewinne" volljammert.

Deswegen hier die Gegendarstellung: Ja, er hat die Flasche gewonnen! Aber ich kann nichts dafür, dass der Vater seinem Sohn Glücksspiele erlaubt! Hackt doch auf ihm rum, nicht auf mir.

Desweiteren gewann der grosse Bruder des Schimmeljungens einen Elch aus Stoff. Dieser war jedoch stark an der Hand beschädigt und deshalb tot. Hierfür entschuldige ich mich in aller Form und Höflichkeit. Dieses Stofftier war ja noch verpackt gewesen, wie ich mich erinnere. Die tödliche Verletzung wurde leider übersehen.

Montag, 27. Oktober 2008

Halloween und die Genugtuung für mich

Gestern abend war es soweit! Unser Besuch in Form von insgesamt vier Elternteilen verlies das Haus, und die Holde fing an zu baden. Ich saß im Wohnzimmer und schaute noch bei amazon.de vorbei, als es an der Haustür läutete.

Gehetzt von meiner inneren Neugier, ging ich hinunter und öffnete. Aber wer stand da vor der Tür und säuselte: "Süsses sonst gips Saures!" aus seinem Mund? Ein mit einem Kapuzenpulli vermummtes Kind (ca. 10 Jahre alt). Und zwei Kumpels seinerseits mit bai.

Vor lauter Staunen konnte ich nur sagen: "Na, da seid ihr aber ein wenig früh dran. Halloween ist erst nächste Woche Freitag, kommt dann nochmal wieder!"

Gut, dass ich nächsten Freitag noch bei Vorbereitungen zu unserer lokalen Rassekaninchenzuchtausstellung helfen werde. Bin also gar nicht daheim. Die Kinder hab ich mal richtig verarscht. So!